• Diana

Überraschungsgast Nummer 1: Dein Ursprungsgefühl

Aktualisiert: Juli 30

Da ist man/frau gerade mitten in einem Gespräch, ahnt nichts Böses und zack! ergibt ein Wort das andere und schon befindet man/frau sich in einer anderen Welt. Genauer gesagt: In einer Gefühlswelt, die herzlich wenig mit der zu tun hat, in der man/frau sich eben noch einigermaßen gut zurechtgefunden hat. Die Stimmung kippt und plötzlich steigt da ein diffuses Gefühl der Wut auf. Was um Himmels willen ist passiert?



Du siehst nur meine Wut,

doch hinter meiner Wut steht die Angst,

nicht angenommen zu werden.

Hinter meiner Angst verbirgt sich die Trauer

nie mehr echte Freude zu empfinden.

(Diana Badenius)

Der Gesprächspartner hat das in unserem Unterbewusstsein geparkte Muster angestoßen und schon sind wir in unserer Ursprungs-Situation mit dem dazugehörigen Gefühl.


Hierzu eine Situation aus meinem Leben: Wenn ich diesen Text im Nachhinein lese, erkenne ich ein immer wiederkehrendes Muster. Sozusagen ein "alter Freund". Und doch: Ich erlebe es als eine Situation, die ich nicht beherrschen kann. Es fühlt sich immer gleich an.


Ich wurde von meiner Mutter immer wieder bei meinem Mitteilungsdrang unterbrochen. Entweder redete sie dazwischen oder wischte meine Worte mit einem Handstreich weg. „Was du da wieder fantasierst!“ oder „Ja,ja..." sagte sie und ging gar nicht auf mich ein. Ich fühlte mich übergangen und nicht wahrgenommen. Es stieg dann immer eine unbändige Wut in mir hoch. Ich wurde regelrecht zornig und patzig. Das war für sie der Anlass mit mir zu schimpfen, was mich wiederum nur noch mehr veranlasste, wütend zu werden.

Sie schickte mich dann in mein Zimmer. Auf den Weg dorthin, schrie ich: “Du weißt ja gar nicht, wie du mich verletzt, du verstehst mich nicht. Dich interessiert ja gar nicht, was ich sagen will,“. Sie wurde darauf stets wütend, rauschte hinter mir hinterher und schrie mich an: “Ja, interessiert mich nicht! Das ist ja auch alles Blödsinn, was du da von dir gibst.“



Sie verstand mich wirklich nicht. Es ging so weit, dass ich jedes Mal Stubenarrest bekam. Später traute ich mich folgerichtig nicht mehr, in der Familie über meine Gefühle und Erlebnisse zu sprechen. Als ich dann mit einer Freundin meiner Mutter darüber sprach und meine Mutter von unserem Gespräch erfuhr, war sie so aufgebracht, dass sie mir verbot jemals über meine Probleme mit „fremden Leuten“ zu sprechen. Es würde böse Konsequenzen haben, wenn sie erfahren würde, dass ich das Verbot nicht einhalte. Da kam dann zum ersten Mal Angst auf. Ich musste also immer aufpassen nicht zu viel zu sagen.

Meist mied ich den Kontakt zu den Bekannten meiner Mutter und bei Feierlichkeiten war ich ganz still. Mit der Zeit mied ich auch diese Feierlichkeiten. Ich hatte einfach keine Freude mehr daran teilzunehmen. Ich wurde traurig, weil ich nicht ich selber sein durfte, denn im Grunde meines Herzens war und bin ich ein freudiger Mensch, verzeihe schnell und nichts ist mir grausiger, als wenn Menschen nachtragend sind.

Immer wieder versuchte ich, mich mitzuteilen. Ich wurde nicht verstanden. Das Ergebnis: Ich tat mich immer schwer, über meine Gefühle zu sprechen und wartete nur auf den Moment, an dem ich unterbrochen wurde. Wenn da keine Unterbrechung kam, war ich über so viel Aufmerksamkeit erstaunt, dass ich den Faden verlor vor lauter Freude. Ich fand nicht die richtigen Worte. Dass sich diese Schlüsselerlebnisse so ins Unterbewusstsein festsetzen, wusste ich bis zu dem Zeitpunkt nicht, bis ich die Therapeuten-Ausbildung machte.

Mein verletztes Grundgefühl ist die Wut, die ich immer dann zum Ausdruck bringe, wenn ich an meine Ursprungs-Verletzung komme. Wird diese angestoßen, reagiere ich ganz automatisch mit meiner Wut. Erst, wenn es mir bewusst wird, dass ich wieder in der Verletzung bin, kann ich mich zurücknehmen und mir sagen, „Hey, es ist das alte Muster der Verletzung, das da wieder zum Vorschein kommt.


Ich brauche nicht wütend sein. Ich versuche die Situation zu lösen, ohne mich angegriffen zu fühlen.



Um zu erkennen, dass wir unserem Muster folgen und dieses zur Lösung kommen soll, habe ich die Ursprungstherapie entwickelt, die sich mit den Grundgefühlen Wut, Angst, Freude und Trauer befasst.


Weiter ausgeführt habe ich dies in meinem Buch "Die Ursprungstherapie".


Haben Sie Fragen oder möchten Sie einen Kommentar dazu schreiben? Gern können Sie mir auch per Email an Diana@Badenius.de Ihre Nachricht hinterlassen.


Herzlich

Diana

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