• Diana

Warum Selbstempathie die richtige Entscheidung ist...

Das Ausmaß, in dem wir uns selbst lieben, bestimmt, ob wir richtig essen, genug Schlaf bekommen, rauchen, Sitzgurte anlegen, Gymnastik treiben, u.s.w. All diese Richtlinien sind ein Beweis dafür, wie sehr wir uns um unser Leben kümmern.

Diese Entscheidungen tragen in großem Maße zu unserem Gesundheitszustand bei. Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Motivation der meisten Menschen, diesen grundsätzlichen Dingen Aufmerksamkeit zu widmen, durch innere Demotivation geschwächt wird. Diese ist vor dem Bewusstsein des Alltags verborgen. Sich gut um sich selbst zu kümmern, das ist nicht so einfach, wenn wir kein gutes Selbstbild haben und in der Erziehung wenig Wert daraufgelegt wurde, auf sich selber aufzupassen. Als Folge davon haben viele von uns gemischte Absichten.

Ich denke da an ein Beispiel:

Carmen, eine Frau, die zu mir kam, um das Rauchen aufgeben zu wollen, weil sie bereits lungenkrank war. Nach der ersten Sitzung sagte sie mir, sie müsse nun dringend „eine rauchen gehen“. Ihre Handlung zeigte mir zwar, dass sie sich eine schnelle Lösung wünschte. Aber ich sollte ihr diese verschaffen, und zwar bequem und ohne echtes Zutun von ihrer Seite. Ihre Gefühle zum Leben waren zwiespältig. Deshalb riskierte sie sogar eine Verschlimmerung der Lungenkrankheit, ohne nachzudenken oder besser noch, zu fühlen.

Sie sagte: „Ich schätze, Sie werden mir sagen, ich solle jetzt besser nicht rauchen.“

„Nein“, sagte ich, „ich schlage Ihnen vor, sich selbst mehr zu lieben, dann werden Sie schon von selbst aufhören.“

Sie dachte eine Weile nach und sagte: „Ich weiß nicht, ob ich mich so sehr liebe, um mit dem Rauchen aufzuhören.“


Wir hatten ihren wunden Punkt gefunden und konnten nun an ihrer Selbstachtung und Selbstliebe arbeiten. Das Rauchen aufzugeben war dann sehr einfach für sie. Der Stolz auf das eigene Dasein und die Entschlossenheit, sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern, erhielten in ihrem Leben mehr Gewicht.

Die vorbehaltlose positive Selbstliebe ist wesentlich für die eigene Gesundheit. Viele Entscheidungen, wie bei Carmen das Rauchen, schlagen sich im Körpergewebe nieder, ohne dass es uns bewusst wird. Bei ihr war es die Lunge, die Signale setzte.

Wenn wir aufmerksam sind, können wir aus unserem Unterbewussten Informationen deuten:

  • Es geht mir an die Nieren.

  • Ich muss sie mir vom Hals schaffen.



  • Dieses Problem frisst mich auf.

  • Du brichst mir das Herz.

Der Körper reagiert auf die Botschaften aus dem Unterbewusstsein. Wir wissen, dass unsere geistige Verfassung eine sofortige direkte Wirkung auf den Zustand unseres Körpers ausübt. Wir können den Zustand des Körpers verändern, indem wir ihn durch die Art und Weise, wie wir fühlen zur Heilung bringen. Wenn wir unsere Verzweiflung ignorieren, empfängt der Körper eine negative Botschaft des Aufgebens und das Unterbewusstsein speichert diese. Wenn wir mit unserem Schmerz umgehen, ihn beachten und Hilfe suchen, dann erhält der Körper eine positive Botschaft und auch diese speichert das Unterbewusstsein.

In der Therapie verwende ich zwei wichtige Werkzeuge, um den Körper zu beeinflussen.

Es sind Emotionen und Fantasie. Diese beiden Möglichkeiten dienen unserem Geist und unserem Körper miteinander zu kommunizieren. Unsere Emotionen und Worte lassen den Körper wissen, was wir von ihm erwarten. Indem wir uns bestimmte Veränderungen vorstellen, können wir dem Körper helfen, es als Realität anzuerkennen und zu folgen. Offenbar werden sowohl Gefühle als auch Fantasie durch das zentrale Nervensystem übermittelt.

Die Wirkung unseres Geistes auf die Gesundheit ist direkt und bewusst.


Foto (unsplash Georgina)

9 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen