• Diana

„NETT“ allein genügt nicht!

Aktualisiert: Feb 22

Nett zu sein, ist in manchen Fällen einfach nur das Überdecken eigener Ängste. Die führen dazu, dass es nur noch darum geht, eine verunsichernde Situation dadurch zu überstehen, dass wir unverbindlich, aber nett auftreten. Wo kommt dieses Gefühl, wo kommt dieses Verhalten her?


Auch die Erziehung spielt in vielen Fällen eine erhebliche Rolle. So wurden wir als Kinder angewiesen:“ Ich möchte, dass Du Dich heute brav benimmst und nett zu Tante… bist, damit sich Mama nicht schämen muss.“ Ob es uns damit gut geht und wir gegen unser Gefühl agieren, wurde nicht akzeptiert und kam gar nicht in Frage.


Das ICH wieder zu entdecken und zu lernen, mit anderen zu sprechen, ohne dabei sich zu verbiegen und ohne unsere Bedürfnisse zu leugnen, ist eine echte Herausforderung. Es soll nicht heißen, dass wir unfreundlich werden wollen. Es geht darum authentisch zu sein und zwanglos in ein Gespräch gehen zu können. Wenn wir lernen, über uns und das, was uns bewegt, zu sprechen und vorurteilslos ins Gespräch gehen, dann haben wir eine Chance unsere Bedürfnisse zu erfüllen.


Das Ziel: Das was in uns vorgeht, klar zu formulieren und unbewusste Konditionierungen aufzulösen.


Sich klar auszudrücken bedeutet unsere Verletzlichkeit offen zu legen und uns bewusst auf den anderen einzulassen und uns selbst auf die Probe zu stellen. Es ist die Angst davor, mit unserem Gerede andere zu langweilen, zu viel von uns zu zeigen oder in einem schlechten Licht zu stehen oder gar verletzt zu werden. Der Gegenüber könnte uns genau das spiegeln, was wir nicht sehen wollen. Das kann beängstigen, provozieren oder traurig machen.


Wir sind es gewohnt, die anderen abzuschätzen, zu beurteilen und in Schubladen zu stecken, ohne ihnen zu zeigen, was unsere eignen Gefühle sind und ohne zu wagen uns selbst auszudrücken, weil wir „nett“ sein möchten und so gesehen werden wollen. Nett und höflich zu sein, ist ein Schutzmechanismus, um nicht verletzt zu werden. Dabei wäre es so einfach, wenn wir zuerst die Gefühle wahrnehmen, die dem Urteil zugrunde liegen.


Gehören diese Gefühle zur Situation? Oder sind das meine Anteile, meine Gefühlserinnerungen, die dabei mitschwingen? Welches Bedürfnis steckt hinter dem, was ich dabei empfinde? Trete ich meinem Gegenüber mit Achtsamkeit entgegen? Schenke ich ihm die volle Aufmerksamkeit oder bin ich nur bei mir und meiner Beurteilung und Suche im Unterbewusstsein nach Ähnlichkeiten der Situation? Antworte ich meinem Bedürfnis entsprechend oder so wie es die Mutter früher von mir wollte? Bin ich einfach nur NETT…?


Was bringt es mir und dem anderen, einfach nett zu sein?


Gefühle zu ergründen und mit ihnen so umzugehen, dass Du Deine Bedürfnisse leben kannst, ist mein Ziel als Therapeutin und Kompetenztrainerin.


Du möchtest mehr erfahren?

Schreib mir eine Mail diana@badenius.de

Herzlichst Diana


20 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen