Blinde Hühner und Sekundenkleber
Warmherzige Geschichten über das Leben,
die aus einer ungewöhnlichen Perspektive heraus erzählt werden.
Die Hennen Amalia, Charlotte und Marcella, ihre Freundinnen und Hahn Ferdinand begegnen den kleinen und großen Herausforderungen des Alltags auf einem Hühnerhof in der Lüneburger Heide. An Bord haben sie all ihre Sehnsüchte, Ängste, Eigenheiten und Stärken. Sie haben natürlich jede für sich eine ganz eigene Sicht auf die Dinge, sind geprägt von ihren Erfahrungen, Überzeugungen und alten Geschichten.
Jedes Huhn hat halt ihre eigene Brille, durch die sie ihre Welt betrachtet – oder fühlt sich manchmal so, würde es an der eigenen Vergangenheit festkleben. All die kleinen Abenteuer zu überstehen und dabei ganz neue Perspektiven für die gefiederten Persönlichkeiten zu entwickeln, das kann ganz schön schwierig sein, für Hühner genauso wie für uns Menschen.
Was auf den ersten Blick vielleicht nur wie eine Sammlung heiterer Geschichten wirkt, schenkt uns nach und nach eine ganz neue Sicht auf das, was unser aller Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst. Mit Wärme, feinem Humor und psychologischem Gespür entfalten sich die Zusammenhänge ganz ohne erhobenen Zeigefinger.
Ein Buch, das am Beispiel der kleinen Hühnerbande unterhält und zugleich dazu einlädt, menschliches Verhalten besser zu verstehen, vertraute Muster zu erkennen und unaufdringlich dazu einlädt, den eigenen Handlungsspielraum fast spielerisch zu erweitern.
Erscheint am 1. September 2026
€ 24,90 (plus Versandkosten)
Hardcover • 352 Seiten • Gerne auch mit Widmung

Ein Hühnerhof in der Lüneburger Heide
Wer an die Lüneburger Heide denkt, hat meist zuerst Heidschnucken, Bienen und die weiten violetten Heideflächen vor Augen. Doch zwischen Wiesen, Feldern und kleinen Dörfern gehören auch Hühner und Hähne seit jeher zum ländlichen Bild.
In dieser Landschaft liegt der kleine Hühnerhof, auf dem Marcella, Charlotte, Amalia, Brunhilde, Ferdinand und ihre Freunde zu Hause sind. Zwischen der Suche nach dem nächsten goldenen Korn, einem gemütlichen Bad in der Sandkuhle und den täglichen Aufregungen des Zusammenlebens entfalten sich ihre Geschichten.
Gelegentlich lockt auch die Welt jenseits des vertrauten Hofes. Charlotte oder Amalia wagen sich hinaus und erleben, dass hinter den bekannten Grenzen noch etwas anderes auf sie wartet. Und wenn dann ein ebenso gewitzter wie charmanter Besucher aus dem „Süden Lüneburgs“, genauer gesagt aus Mailand, auftaucht, gerät die vertraute Ordnung des Hühnerhofes schon einmal gehörig durcheinander.
Doch gerade in diesen kleinen Begebenheiten liegt die zweite Ebene des Buches. Die Hühner erleben Situationen, die auf den ersten Blick ganz die ihren sind, und in denen sich zugleich etwas zutiefst Menschliches verbirgt. Angst und Mut, Helfen und Abgrenzung, Festhalten und Loslassen, Zugehörigkeit und Eigenständigkeit, Missverständnisse und die Sehnsucht danach, gesehen und verstanden zu werden.
Je besser die Hühner sich selbst und einander kennenlernen, desto deutlicher wird, dass hinter einem Verhalten oft mehr liegt, als von außen zu erkennen ist. Was zunächst eigensinnig, ängstlich, kontrollierend oder übertrieben hilfsbereit erscheint, bekommt eine Geschichte und damit einen anderen Sinn.
Genau hier schlägt das Buch seine Brücke zum Leser. Es geht weniger darum, sich in einer bestimmten Figur vollständig wiederzufinden, als darum, vertraute menschliche Dynamiken zu entdecken. Die Geschichten laden dazu ein, den eigenen Blick zu erweitern und Verhalten nicht vorschnell zu beurteilen, sondern neugierig auf seinen Ursprung zu werden.
Denn Selbsterkenntnis beginnt häufig dort, wo wir uns nicht länger nur fragen, was wir tun, sondern verstehen möchten, warum wir es tun.
Und manchmal braucht es dafür ausgerechnet ein paar Hühner.



